Der Lotsdienst

 

Einkommende Schiffe besetzen wir auf Wunsch bereits im letzten Abgangshafen und beraten die Kapitäne auf den Zulauf nach Hamburg.

So können bei schlechtem Wetter Wartezeiten in der Deutschen Bucht vermieden werden und die Schiffe direkt aufkommen. Die ausgehende Schifffahrt beraten wir auf Wunsch bis zu den Lotsenstationen aller deutschen Reviere. In den Verkehrszentralen Brunsbüttel und Cuxhaven aus können nach Absprache zusätzliche Seelotsen an Landradarbildschirmen die Kapitäne und Bordlotsen an Bord beraten, etwa bei Nebel, Sturm oder Eiswetterlagen.

Die Lotsenbrüderschaft Elbe unterhält auf der Elbe derzeit 4 Lotsenstationen. Hamburg - Brunsbüttel - Cuxhaven - sowie die Seestation bei der Leuchttonne Elbe. In Hamburg ist die Einsatzstation des Lotsbezirks 1 und in Brunsbüttel ist die Einsatzstation für den Lotsbezirk 2.

Hamburg ist die Hauptstation für alle aus Hamburg auslaufenden Schiffe. Die Seestation in der Aussenelbe, in der Nähe der Leuchttonne "Elbe", ist die Hauptstation für alle in die Elbe einlaufenden Schiffe. In Brunsbüttel ist die zentrale Wechselstation für alle nach Hamburg und See bestimmten Schiffe sowie für alle Schiffe vom und zum Nordostseekanal. Sie koordiniert auch alle Sonderdienste der Brüderschaft. Von hier wird auch der Einsatz der Seelotsen in der Verkehrszentrale Brunsbüttel koordiniert. Von der Station Cuxhaven aus werden auch Seelotsen im Hafen von Cuxhaven sowie in der Verkehrszentrale Cuxhaven eingesetzt.



 

Der reguläre Lotsdienst

Wir lotsen die Schiffe von der Elbmündung bzw. Tonne „E3“ in der Deutschen Bucht bis zur Hamburger Hafengrenze bzw. zum und vom Nord Ostsee Kanal. Darüber hinaus werden alle Häfen und Pieranlagen an der Elbe durch uns bedient. Hierfür stehen der Schifffahrt ca. 300 Seelotsen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung. In der exponierten Funktion als unabhängige, nur der Leichtigkeit und Sicherheit des Verkehrs unterliegende Berater des Kapitäns, können wir Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Dieser Status ermöglicht uns Lotsen, Entscheidungen frei von wirtschaftlichem Druck treffen zu können.

Wir Elblotsen kommen aus allen Bereichen der Seefahrt und sind im Besitz des höchsten nautischen Patents. Die beruflichen Erfahrungen als Kapitän bzw. Koll.MErster Nautischer Offizier in der weltweiten Fahrt, welche eine der Zugangsvorraussetzungen für die Zulassung des Lotsen darstellt, gewährleisten eine hohe fachliche Kompetenz. Hierdurch fließen alle fachlichen Richtungen der Seefahrt ein, so dass eine größtmögliche Fächerung aller seemännischen Erfahrungen vorhanden ist. Die Mitglieder der Lotsenbrüderschaft Elbe unterliegen regelmäßigen Schulungen in Theorie und Praxis. Die Lotsen erweitern ihr Wissen durch Training an Simulatoren und anderen Systemen, um stets die modernste Technik anwenden zu können.

Im Jahr 2014 wurden alle Lotsen mit einer "Portable Pilot Unit" (PPU) ausgestattet. Diese kleinen tragbaren Computer dienen dem Lotsen als weitere Informationsquelle an Bord des Schiffes. Die PPUs werden seitens der Brüderschaft immer auf aktuellem Stand gehalten. Sie enthalten - neben einer eigenen entwickelten Seekarte - viele hilfreiche Informationen, die der Lotse zur Unterstützung nutzen kann. Unabhängig von den an Bord vorhandenen Systemen kann somit eine sichere Lotsung durchgeführt werden.

Die Lotsenbrüderschaft Elbe, als Körperschaft des öffentlichen Rechts, unterliegt der Aufsicht des Bundesministeriums für Verkehr, Wohnungsbau und Stadtentwicklung.

Das deutsche Seelotswesen gehört zum Verkehrssicherungskonzept "Deutsche Küste", das vom Bund als Verkehrsträger zum Schutz der Umwelt und der Sicherheit und Ordnung auf den Wasserstraßen eingerichtet wurde. Die Lotsenbrüderschaft Elbe ist in allen beratenden Gremien vertreten.

 

Weser Dienst

Schiffen, die aus einem der Weserhäfen zur Elbe bestimmt sind, wird angeboten, den Elbelotsen bereits im Abgangshafen an Bord zu nehmen. Die Lotsenbestellung sollte in der Regel 6 Stunden vor Abfahrt des Schiffes liegen.

Die Beratung des Schiffes beginnt dann bereits im Abgangshafen. Dies bedeutet, der Lotse wird eine vollständige Passageplanung durchführen unter Berücksichtigung der Wünsche der Schiffsführung, des Liegeplatzes des Bestimmungshafens, des Tiefganges, der zu erwartenden Tiden sowie aller anderen wichtigen Details.

Richten Sie Ihre Lotsenbestellung bitte an:

Lotsenwache Brunsbüttel
Tel.: +49 (0)4852 - 87295
Mail: eta.elbe@elbe-pilot.de

 
 

Deutsche Bucht

Schiffe die in folgende Kategorien fallen, werden einkommend bereits bei der Tonne "E3 " besetzt. Als Versetzmittel wird in der Regel der SWATH Tender genutzt.

Tanker, §30 SeeSchStrO: Länge> 150 m oder Breite > 23 m

Massengutschiffe: Länge > 220 m oder Breite > 32 m

Andere Schiffe: Länge > 350 m oder Breite > 55 m

 
 

1. ETA - Meldung : 24 Std. vor Erreichen der Leuchtonne "E3"
2. ETA - Meldung : 6 Std. vor Erreichen der Leuchtonne "E3"
3. ETA - Meldung : 2 Std. vor Eerreichen der Leuchtonne "E3"


Zwischen denTonnen "E2" und "E3" ist die Elbe - Approach Reede als Wartereede eingerichtet. Für detaillierte Informationen siehe Lotsverordnung Elbe.

Für Deitailfragen können Sie uns gerne jederzeit anrufen.

Elbe-Pilot

Tel.: +49 (0)4852 - 87295
Tel.: +49 (0)40 - 820244


Mail: eta.elbe@elbe-pilot.de
oder
Seestation: UKW Kanal 8

 

Überseedienst

Wir Elbelotsen bieten keine Beratung über Fahrten zur Elbe, sondern unterstützen Sie lediglich bei der Ankunft an der Elbe.

 

Europa Dienst

derzeit ausgesetzt / temporarily suspended

Als zusätzlichen Dienst bieten die Elblotsen an, Schiffe im Vorhafen an der Europäischen Küste zu besetzen, um die Schiffsführung bei der Ansteuerung der Elbe entsprechend zu beraten und im Falle von Schlechtwetter keine Wartezeiten entstehen zu lassen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Überseelotsung (Deepwater pilotage).