Das Lotswesen auf der Elbe
-- Ein geschichtlicher Rückblick --
(--Auszug--)
Entwicklung der Versetzschiffe
Seestation "Elbe"
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Das Lotswesen auf der Elbe für den Hamburger Hafen kann bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Die mit den Strömungsverhältnissen und Untiefen im Mündungsgebiet vertrauten Fischer der Inseln Helgoland und Neuwerk waren, während der Zeit der Hanse, die ersten Lotsen auf der Elbe. Aktenkundig wurde das Vorhandensein von Lotsen auf der Elbe im Jahre 1575 . Bei der Vermessung der Insel Neuwerk wurden 5 1/2 Morgen Land "...for 2 piloten ab den elvstrom" vorgesehen, die hier die bis in die Neuzeit als Fischerhäuser bezeichneten Anwesen errichteten. In dem gegen 1600 in der Mündung des Ritzebüttler Schleusenpriels durch Hamburg angelegten Koogshaven ( Cuxhaven ) etablierte sich allmählich das Seelotswesen der Elbe. Im Jahre 1610 verpflichtete Hamburg ihren ersten Piloten bey der Stadt, der dem Rate der Stadt einen Lotseneid schwören mußte. 1623 wurde mit Gründung des Kollegiums der Admiralität diese zuständig für das Lotswesen und die Seezeichen. Am 26.Oktober 1639 wurde vom Rat der Stadt Hamburg eine Pilotage- und Schragenordnung (Gebührenordnung) erlassen. Nach einer Reihe von Schiffsuntergängen wurde am 10.Juni 1656 die erste Pilotageordnung erlassen. Dieses Datum kann als Beginn des geregelten Lotswesen auf der Elbe angesehen werden. Wer das Lotsgewerbe ausüben wollte, mußte ein Examen ablegen und wurde von der Admiralität vereidigt (Admiralitätslotsen) . Die Lotsordnung blieb im Wesentlichen bis zur Auflösung der Admiralität 1810 bestehen und hat in der Fassung von 1750 Auswirkung bis heute. Ab 1674 bestand eine gewisse Reihenfolge der Lotsen (Bört). Noch heute regelt die Börtordnung -zusammen mit anderen Vorschriften - den Einsatz der Lotsen. Die Admiralitätslotsen lotsten die Schiffe in der Regel bis Scheelenkuhlen oder bis Glückstadt. Nur in Ausnahmefällen wurden die Schiffe bis Hamburg durchgelotst. Die Overlotsen (Obenlotsen) lösten die Admiralitätslotsen ab und fuhren die Schiffe bis Hamburg. Die ständige Vergrößerung der Segelschiffe machte es notwendig, den Versetzdienst in sicherer Entfernung von den Sänden durchzuführen. Dazu wurde 1855 der erste Lotsenschoner in Dienst gestellt. Bis 1893 folgten 6 weitere Schoner. Die Schoner waren mit je 10 Kreuzerlotsen besetzt und kreuzten vor Borkum, Norderney, Helgoland, der Wesermündung und zeitweise im Englischen Kanal vor Dungeness. Die Kreuzerlotsen führten die Schiffe bis zur Elbmündung (später bis Cuxhaven) und wurden von den Patentlotsen (früher Hauer-oder Admiralitätslotsen) abgelöst. 1900 schlossen sich die Cuxhavener Lotsen zum Verein der Cuxhavener Lotsenschaft zusammen; 1942 folgte die Gründung der Lotsenbrüderschaft Cuxhaven . Mit dem Abschluß eines Vertrages im Jahre 1865, des Böschregulativs ,wurde der Ablauf des Versetzdienstes zwischen den Cuxhavener Seelotsen und den fünf Brüderschaften der Oberlotsen geregelt. Am 13. Januar 1745 vereinigten sich die in Oevelgönne und Neumühlen ansässigen Lotsen zu einer Elbelotsenbrüderschaft . Die Brüderschaft führte eine regelmäßige Börtfahrt ein. Die Schiffe wurden von einer bei St.Margarethen gelegenen Station aus besetzt . Diese Böschstation wurde nach einer gegenüberliegenden Sandbank - der Bösch - benannt. 1895 brachte die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Nord-Ostsee-Kanal) einige Veränderungen für die Elbe. An den Schleuseneinfahrten wurden zwei Lotsenstationen gebaut, eine für die Kaiserlichen Kanallotsen und eine für die Elbelotsen. Seitdem wird der Lotsenwechsel auf der Elbe vor Brunsbüttel durchgeführt. Das 1905 fertiggestellte Lotsenhaus dient heute noch den Elbe - und den Kanallotsen als Einsatzstation. Der Lotsdienst auf der Elbe sah folgendermaßen aus : die Cuxhavener Seelotsen lotsten die Schiffe von See bis Brunsbüttel und wurden dort von den Kanal bzw. den Böschlotsen abgelöst. Schiffe aus dem Kanal nach See wurden ebenfalls von Cuxhavener Seelotsen bedient. Von Hamburg nach See gehende Schiffe wurden von den Patentlotsen der fünf Brüderschaften Hamburg,Oevelgönne-Neumühlen,Blankenese,Glückstadt und der Hannoverschen direkt und ohne Lotsenwechsel nach See gebracht. Am 21.Oktober 1942 erfolgte die Gründung der Lotsenbrüderschaft Hamburg . Am 15. November 1957 vereinigten sich die Lotsenbrüderschaften Hamburg und Cuxhaven zur Lotsenbrüderschaft Elbe. Ab 01.April 1999 vereinigte sich die Lotsenbrüderschaft Elbe mit den Cuxhavener Hafenlotsen. Cuxhaven wird seitdem vollkommen von den Elbelotsen mit bedient. Ebenfalls ab 01.April 1999 wurde der erste neue Lotsen-Tender in Dienst gestellt. Im Spätsommerfolgte der zweite Tender Das neue Stationsschiff "ELBE" hat im September 2000 seinen Dienst aufgenommen.
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Wherever maritime traffic converges - close to shore, in estuaries or narrow channels - wherever the risk of casualties is increased, pilotage services performed by sea pilots with good local knowledge and experience are of invaluable help to shipmasters, who cannot have sufficient knowledge of the constantly changing peculiarities of local waters. An efficient sea pilotage system is therefore an essential contribution towards maintaining the safety of navigation in areas close to shore. Pilots have been operating off German coasts for more than five centuries. To begin with fisherman primarily guided ships upon request. They did this as a sideline, without the influence or supervision of goverments. With the increase in maritime trade and traffic the State recognized the growing importance of pilotage on approaches to ports. The term "State" should not really be employed in the singular here, as at the time the North German coastal region was divided into numerous States, the most important for the River Elbe being the Hanseatic Cities of Hamburg and Bremen, and the monarchies of Denmark, Hanover and Prussia. Early directives merely covered such matters as qualification and admission of pilots. Regulations of this kind have been in existence in the various German pilotage districts for three centuries. Only in 1919 did the German sea pilots unite to form the "Deutscher Lotsenbund" (German Pilots Association) - a major step towards a uniform system of pilotage. By 1957 the process was complete and the Sea Pilotage Act was passed by the German Bundestag, thereby laying the final foundation for creating a uniform sea pilotage system throughout the whole coastal area of the Federal Republic of Germany. In Germany the Federal Government is ultimately responsible for safety in navigation and shipping, which includes sea pilotage services. The executive bodies in this case are the Federal Ministry of Transport´s Maritime Department and the North and Northwest Waterways and Shipping Directorates. However governmental administration is limited to providing the statutory instruments and facilities required, and to supervising pilots and their institutions. It would, of course, be hard for the pilot profession to fit into the rigid pattern of the Civil Service. It is therefore understandable that sea pilots have carried on the old tradition of being self-employed. Pilots of specific districts are united as brotherhoods, and these in turn are associated as the Bundeslotsenkammer. There are currently 250 pilots available at any time on the River Elbe. |
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