Das Berufsbild

Der Lotse ist qualifizierter Berater des Kapitäns in küstennahen Gewässern, Flüssen, Kanälen und in deutschen Seehäfen. Er selbst erfahrener Kapitän ist speziell geschult und trainiert für das Navigieren und Manövrieren der Schifffahrt in seinem Lotsrevier.

Der für ein Lotsrevier bestallte Lotse übt seine Tätigkeit als freien, nicht gewerblichen Beruf aus. Er hat im Rahmen seiner Beratung die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt, den Schutz der Umwelt und die Abwehr von Gefahren für Menschen und Sachgüter vorrangig zu berücksichtigen.

Wer den Beruf eines Lotsen in einem Lotsrevier ausüben will, bedarf einer Zulassung (Bestallung) durch die zuständige Aufsichtsbehörde. Der Lotse gehört nicht zur Schiffsbesatzung.

Die für ein Lotsrevier bestallten Lotsen bilden eine Lotsenbrüderschaft. Die Lotsenbrüderschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die sieben Brüderschaften bilden die Bundeslotsenkammer.

Der Weg zum Lotsen:

  • Nautisches Studium 3 - 4 Jahre
  • ca. 2 Jahre Bordfahrzeit als Wachoffizier (Ausfahren des STCW Patents)
  • Kapitänspatent alle Schiffsgrößen, weltweite Fahrt
  • Mindestens 2 Jahr Bordfahrtzeit innerhalb der letzten 5 Jahren in einer dem Befähigungszeugnis entsprechenden nautisch verantwortlichen Funktion
  • Bewerbung bei der zuständigen Aufsichtbehörde Test auf körperliche und geistige Eignung Zulassung als Bewerber
  • 8 Monate Ausbildung im Seelotsrevier während der Ausbildung wird der Aspirant finanziell unterstützt
  • Bestallungsprüfung
  • Lotse (In den ersten vier Jahren ist der Lotse größenbeschränkt)